Biodynamische Craniosacrale Begleitung

Die Craniosacrale Begleitung oder Cranio-sacrale Balance (wörtlich: ‚Schädel-Kreuzbein-Balance‘), auch Craniosacral-Therapie oder Cranio-sacrale Osteopathie, ist eine integrativ-medizinische psychosomatische Anwendungsform, die sich aus der Osteopathie entwickelt hat und heute ein eigenständiges Verfahren darstellt. In der Cranio-sacralen Begleitung werden harmonisierende Handgriffe vorwiegend im Bereich des Schädels, entlang der Wirbelsäule und des Kreuzbeins ausgeführt. Entwickelt wurde die Cranio-sacrale Begleitung von dem US-amerikanischen Arzt Dr. William G. Sutherland, einem Schüler von Andrew Taylor Still, dem Begründer der Osteopathie um 1900. Ihre heutige Ausprägung als einer von der Osteopathie losgelösten Therapieform erhielt sie vor allem durch den Osteopathen Dr. John E. Upledger.

Es gilt inzwischen als wissenschaftlich bewiesen, dass die 22-30 Schädelknochen auch bei einem Erwachsenen noch beweglich sind und sein müssen, um die pulsierende Bewegung der wiederkehrenden Neubildung unserer ca. 150ml Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit zu ermöglichen. Diese lebenswichtige Flüssigkeit wird in den Ventrikeln der Hirnhaut gebildet (ca. 600ml pro Tag) und fließt u.a. über das Lymphsystem wieder ab. Sind einige der Schädelplatten und damit auch die mit den Schädelplatten verbundenen Membranen in einer ‚falschen‘ Position, kann es zu körperlichen und auch seelischen Auswirkungen kommen.

In der Cranio-sacralen Begleitung wird durch sanfte Berührung u.a. an Kopf (‚cranio‘), Rumpf (‚torso‘) und Kreuzbein (‚sacrum‘) die ursprüngliche Beweglichkeit der Schädelplatten wiederhergestellt, um dadurch auch die damit verbundenen Symptome zu beheben. Durch die Berührung von Kopf und Rücken kann die erfahrene Therapeutin Informationen über mögliche Blockaden sammeln und dadurch auf Funktionseinschränkungen an Körper und Schädel einwirken, sowie indirekt auch Membranen innerhalb des Schädels (Falx cerebri, Tentorium, Falx cerebelli) und die harte Hirnhaut (Dura mater) beeinflussen. Dieses Vorgehen kann unsere Selbstheilungskräfte aktivieren sowie Funktionseinschränkungen und seelische Traumata lösen helfen.

Zusätzlich bewirkt diese sanfte, aber wirkungsvolle Therapieform eine Verbesserung des Chi-Flusses und somit eine Harmonisierung von Körper, Geist und Seele.

In der Biodynamischen Cranio-sacralen Begleitung werden zusätzlich zu körperlichen auch psychische Ebenen miteinbezogen. Nicht allein der Körper wird in seinem Selbstheilungspotential aktiviert und unterstützt, sondern die Einheit von Leib, Seele und Geist. Die Cranioscrale Begleitung kann durch verschiedene zusätzliche Schwerpunkte (Stärkung Immunsystem, Trauma-Arbeit, Baby-Kurse) erweitert und vertieft werden.